Neues vom grünen Gockel

 
Umwelterklärung der Stiftsirchengemeinde

 
Im der Herbst 2002 wurde der Stiftskirchengemeinde die Teilnahme "am Pilotprojekt der Landeskirche zum nachhaltigen Wirtschaften und dessen Bewertung durch ein Umweltauditverfahren" bekannt gegeben.
Seitdem war es darum ruhig geworden. Es wurde zwar u.a. die Erfassung der Verbrauchsdaten von Wasser und Energiekosten für Strom und Heizung vorangetrieben. Zu der angekündigten "Veröffentlichung einer Umwelterklärung, sowie einer jährlichen Umweltbilanz" kam es allerdings nicht. Das soll sich jetzt ändern!
Im März 2004 hat sich, in Rücksprache mit dem Kirchengemeinderat ein neues Kernteam gebildet, das die Arbeit noch einmal in Angriff nehmen wird. Es besteht derzeit aus Kirchengemeinderat Hans Ritter, Arndt Schalk, Gerhard Wahl, unserem Ökoauditor, und Pfr. Tobias Rößler.
Zu den ersten Handlungen des Umwelt-Teams gehörte die Erarbeitung der Schöpfungsleitlinien der Stiftskirchengemeinde, hinter die sich der Kirchengemeinderat auf seiner Sondersitzung in Hohenwart per Beschluss gestellt hat.
Bislang wird in zwei Jahren die Zertifizierung der Stiftskirchengemeinde durch die Ev. Landeskirche Württemberg angestrebt. Das von der Landeskirche vergebene Zertifikat nennt sich "Der grüne Gockel" (siehe Logo).
"Neues vom Grünen Gockel" der Stiftskirchengemeinde erfahren Sie in nächster Zeit unter der hiermit eröffneten Rubrik, sowie auf der homepage der Stiftskirchengemeinde. Wir freuen uns über Ihr Interesse, Ihre Anregungen und Ihre Ideen.


Schöpfungsleitlinien der Stiftskirchengemeinde Backnang

Worauf wir uns gründen 
   1. Wir glauben an Gott, den Schöpfer, der alles Leben hervorbringt und erhalten will.
   2. Wir glauben, dass wir diese Erde und unser Leben dem Wirken Gottes verdanken.
   3. Wir glauben, dass der Mensch als Teil der Schöpfung den Auftrag hat, die Erde "zu bebauen und zu bewahren" (Gen. 2,15).
   4. Wir glauben daher, dass die Verantwortung für die Schöpfung eine Kernaufgabe der christlichen Kirche ist.


Was wir wollen
   5. Wir wollen in unseren Gruppen und Kreisen durch Verkündigung und Verhalten dazu anregen, dass alle Menschen verantwortungsbewusst mit Gottes Schöpfung umgehen.
   6. Wir wollen das Miteinander von Menschen, Tieren und Pflanzen im gemeinsamen Lebensraum fördern und erhalten, indem wir die begrenzte Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme und die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen beachten.
   7. Wir wollen in unserem Handeln Rücksicht auf das Wohlergehen künftiger Generationen nehmen.
   8. Wir wollen Wege suchen, zwischen der Erhaltung der Schöpfung und wirtschaftlichen Sachzwängen zu vermitteln.
   9. Wir wollen unsere Sachkenntnis in Umweltfragen kontinuierlich erweitern.

Was wir tun
  10. Wir versuchen Umweltbelastungen nachweisbar zu verringern und, wo möglich, zu vermeiden.
  11. Wir nutzen deshalb möglichst umweltfreundliche Verkehrsmittel oder bilden Fahrgemeinschaften.
  12. Beim Einkauf von Produkten und bei Inanspruchnahme von Dienstleistungen achten wir auf kurze Wege, sowie Sozial- und Umweltverträglichkeit.
  13. Wir schützen und fördern Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen, besonders bei kirchlichen Einrichtungen und Grundstücken.
  14. Wir machen Schöpfungsverantwortung und Umwelterziehung in der Verkündigung, in allen kirchlichen Gruppen, vor allem in der Konfirmandenarbeit und im Kindergarten zum Thema und fördern die Aus- und Weiterbildung der Verantwortlichen.
  15. Wir verpflichten uns zur Einhaltung rechtlicher Vorgaben und Verordnungen im Umweltbereich.
  16. Wir sind nach Abwägung von wirtschaftlichem und ökologischem Handeln bereit, umweltfreundliche Maßnahmen umzusetzen, die auf kurze Sicht höhere Kosten verursachen.
  17. Wir suchen den Austausch mit anderen und informieren darum regelmäßig, in kirchlichen und nichtkirchlichen Medien über unsere Aktivitäten. Für Anregung und Kritik sind wir offen.



Revalidierung

Pflanzaktion Elsbeere

Pflanzaktion Elsbeere



RevalidierungIm Sommer 2009 wurde die Stiftskirchengemeinde Backnang revalidiert. Von der Geschäftsstelle des Grünen Gockels erhielt die Stiftskirchengemeinde eine Elsbeere als Geschenk, die mit Konfirmanden vor dem Gemeindehaus eingepflanzt wurde. Die Elsbeere ist ein in Baden-Württemberg heimischer Baum, der allerdings immer seltener wird


Neues vom Grünen Gockel


Revalidierung im August 2009
Etwa drei Jahre nach der Zertifizierung fand in unserer Stiftskirchengemeinde die erste Überprüfung (Revalidierung) statt. Das Umweltteam – die Herren Mann, Idler, Eberle, Ritter, Förch -, unterstützt durch Frau Löprich, Herrn Szegedi und Herrn Bubeck, stellte sich am 31. August den Fragen des EMAS-Gutachters Herrn Sperling. EMAS ist ein Öko-Umwelt-Audit-System, das von der EU bis 1993 entwickelt und später mit der ISO 14001-2004 gleichgestellt wurde.
Begleitet hat uns dabei Helga Baur von der Geschäftsstelle Grüner Gockel der Landeskirche, Herr Klein vertrat den Kirchengemeinderat.
Dank der guten Vorarbeit des Umweltteams – inklusive Vikar Finnern – haben wir diese Prüfung hervorragend bestanden. Somit darf die Stiftskirchengemeinde weiterhin – bis Juni 2012 - das EMAS-Zertifikat führen (Bild 1). Das Zertifikat „ Grüner Gockel“ wird danach automatisch erteilt (Bild 2). Frau Baur überreichte es im Rahmen des Gemeindefestes am 11. Oktober (Bild 3). Sie betonte in ihrer Ansprache die Wichtigkeit des Umweltschutzes zum Erhalt der Schöpfung gerade durch Kirchengemeinden. Kleine Schritte jedes Einzelnen seien genauso wichtig wie die großen von Staaten und Wirtschaftsunternehmen.


Schöpfungsgottesdienst

Schöpfungsgottesdienst

Schöpfungsgottesdienst


Energie sparen - Schöpfung bewahren:

Unter diesem Motto stand der diesjährige Schöpfungsgottesdienst am 10. Mai 2009, der vom Umweltteam der Stiftskirche gestaltet wurde. Die Mitglieder des Umweltteams, Günter Eberle, Peter Förch, Dr. Roland Idler und Hans Ritter, stellten mit Pfr. Thomas Mann in einer Bildpräsentation die verschiedenen – erneuerbaren und nicht erneuerbaren – Energiequellen vor und kommentierten die ökologischen Vor- und Nachteile.
Vikar Sönke Finnern schlug in seiner Predigt einen Bogen von der Schöpfungsgeschichte „Gott setzte den Menschen in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte“ (Gen 2,15) über den Psalm 104 – ein Loblied auf Gottes großartige Schöpfung – zu den heutigen Herausforderungen, mit den Ressourcen verantwortungsvoll und sparsam im Sinne der Schöpfung umzugehen. Als Rahmenprogramm zum Ständerling gab es noch eine kleine Ausstellung zum Thema „Energie“ und „Energiesparen“. Besondere Exponate waren eine Klein-Fotovoltaikanlage und ein Solarkocher.