Gospelkonzert 2011

Foto: E. Layher

Die Freude der Sänger übertrug sich im Nu auf das Publikum: Beim Gospelkonzert in der voll besetzten Stiftskirche.

Mitreißende Klänge im Gotteshaus

Choristen, Solistin Pamela Natterer und die Christoph Gärtner Group zogen die Zuschauer beim Gospelkonzert in ihren Bann

 

aus der Backnanger Kreiszeitung vom  09.06.2011
Von Karin Wagner

BACKNANG. Inspiriert durch die Bibel und das tägliche Leben entstand die musikalische Bewegung der Schwarzen in Amerika Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Bezeichnung Gospel kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt „Das Evangelium“. Der Rhythmus, der Klang, das Gefühl und die Inhalte, kurz der Spirit dieser Musik, ist in vielen Teilen der Erde angekommen. So auch in der Stiftskirche in Backnang. Dieser Spirit war spürbar vom ersten Titel bis zur letzten Zugabe des bunt zusammengeürfelten Gospelchors.

Genauso spürbar war die Begeisterung von Bezirkskantor und Dirigent Hans-Joachim Renz für diese Musik, für den Gesang der Chöre und der Solistin Pamela Natterer und die musikalische Begleitung der Band Christoph Gärtner Group. „Wir freuen uns jedes Mal wie die Kinder auf das Konzert“, erzählte Hans-Joachim Renz bei der Begrüßung zum vierten Gospelkonzert in der voll besetzten Stiftskirche. Er freute sich außerdem über den ersten Auftritt der Jugendkantorei in dieser Form. Mit dabei waren der Popchor High Fidelity und sein Jugendchor Young Explosion aus Allmersbach im Tal. Unter der Leitung von Ulrich Hönig bot der Chor gefühlvolle Interpretationen von verschiedenen Gospelliedern dar. Außerdem hat der Gospel-Projektchor, den es nun schon im vierten Jahr gibt, sein Können unter Beweis gestellt. Der schwarzen Bevölkerung haben die Musik, der Glaube und die christliche Gemeinschaft geholfen, ihren Alltag und ihre Sklaven-Vergangenheit zu bewältigen. „Let me trust“ fordert auf, zu vertrauen, sich auf den Glauben einzulassen. Gefühlvoll gesungen von der Solistin Pamela Natterer, die in diesem Jahr bereits zum dritten Mal das Gospelkonzert begleitet. „Gospel hören ist super, Gospel singen ist besser.“ Damit ist alles gesagt. Renz will damit ausdrücken, dass jeder eingeladen ist, im Chor mitzusingen. Das gilt übrigens auch für den Popchor aus Allmersbach. Die, die schon dabei sind, wissen: Es macht Freude, es macht Spaß, es inspiriert und es begeistert. Und das kommt beim Publikum genau so an.